HomeReferenzenESTW-A Wolmirstedt: Planung nach HOAI, Leistungsphase 3, 4, 5

ESTW-A Wolmirstedt: Planung nach HOAI, Leistungsphase 3, 4, 5

Siemens AG, 2011 – 2017

Infolge eines Brandes im Relaisraum des Stellwerkes B1 Wolmirstedt am 15.02.2011 kam es zum  Totalausfall der LST-Anlage im Bf Wolmirstedt. Die vorhandene Alt-Anlage konnte mit einem  wirtschaftlich vertretbaren Aufwand nicht wieder in Betrieb genommen werden (keine Ersatzteile  Bauart DR mehr verfügbar) und sollte deshalb schnellstmöglich durch einen Neubau der  sicherungstechnischen Anlage (ESTW-A) ersetzt werden. 

Die volle Verfügbarkeit der Sicherungstechnik war auch für die anstehenden Bauzustände  (Mittellandkanal Elbeu, Neubau Weichenkomplex Abzw Glindenberg) dringend notwendig.

Gegenstand der Arbeitsleistung von SIGNON waren Entwurfsplanung, Genehmigungsplanung und  Ausführungs-planung für das Gewerk LST sowie für die Zusammenhangsleistungen in den Gewerken  EEA, TK und Kabeltiefbau. 

Mit der Planung des ESTW-A Wolmirstedt durch SIGNON waren neben der sicherungstechnischen  Ausrüstung des Bf Wolmirstedt auch der Ersatzneubau von 2 Bahnübergangssicherungsanlagen und  der Neubau von Blocksignalen in den Streckenabschnitten Abzw Glindenberg – Bf Wolmirstedt sowie  Bf Wolmirstedt – Bf Zielitz zu realisieren. Vier weitere Bahnübergangssicherungsanlagen mussten im  Zusammenhang mit der ESTW-Integration angepasst werden. 

Zur Realisierung der Verkabelung der Außenanlagen der neuen Stellwerkstechnik sowie für die  Nachrüstung des Bf Wolmirstedt mit elektrischer Weichenheizung wurden umfangreiche  Kabelführungssysteme notwendig. 

Gegenstand der Arbeitsleistung von SIGNON waren weiterhin die Planungsleistungen zur  Realisierung der Außenanlagen des neu zu errichtenden Stellwerkes (Zufahrten, Parkplätze, Frisch und Abwasseranschluss) sowie zur Errichtung von Sonderlösungen (z.B. Gründung von Signalen auf  Bahnsteigen). Die Baugrenzen erstrecken sich auf der Strecke 6402 (Magdeburg-Stendal) von km  10,690 bis km 20,150. 

Da die bestehenden Einschränkungen der Nutzbarkeit der Infrastruktur des Bf Wolmirstedt rechtlich  auf Dauer unzulässig waren, mussten diese schnellst möglichst beseitigt werden. Das Projekt wurde  innerhalb eines halben Jahres (vom Vorliegen der Aufgabenstellung bis zur Inbetriebnahme der  neuen Technik) realisiert.