Erfahrungsbericht

„Studiere dual – es lohnt sich!“

Die Technik hat mich bereits seit meiner Kindheit inspiriert. Diese Inspiration war der Grund meiner Entscheidung für einen technischen Studiengang. Ich wollte Theorie und Praxis kombinieren, so stieß ich auf das duale Studienangebot von SIGNON.

Über das duale Studium kann ich nur Gutes berichten. Diese Studienart bietet mir die gewonnenen Kenntnisse aus meiner Theoriephase in der Uni, durch die praktische Arbeit in der Firma zu vertiefen und sie zu erweitern. Während meines Studiums habe ich einen betrieblichen Betreuer, der mich in meinem ganzen Studienweg mit seinen Kenntnissen und Erfahrungen begleitet. Außerdem kann ich mich jederzeit an das „SIGNONianer“ Team wenden, das immer bereit ist die offenen Fragen zu klären.

Bei SIGNON hatte ich die Chance an zahlreichen Fort- und Weiterbildungen teilzunehmen, durch die ich mich in diesem Bereich verbessern konnte. Durch Dienstreisen habe ich die anderen SIGNON-Standorte (Dresden und München) kennengelernt und so neue Kontakte geknüpft.

Neben den attraktiven Arbeitskonditionen erhalte ich eine Ausbildungsvergütung, die mir Selbstständigkeit und dadurch Ruhe und Konzentration auf das Studium ermöglicht. Außerdem stellt das duale Studium eine angemessene Sicherheit für meinen guten Start ins Berufsleben dar.

European Rail Safety Climate Survey – erfolgreiche Teilnahme

Um die Sicherheit im europäischen Schienensystem weiter zu verbessern, führt die European Union Agency for Railways (EUAR) eine Umfrage zur Sicherheitswahrnehmung durch, die allen Bahnexperten, in der Europäischen Union und in den EFTA-Staaten zugänglich ist.

Die Phase 1 für Partner der European Union Agency for Railways am European Rail Safety Climate Survey (ERA-SCS) wurde erfolgreich in der vergangenen Woche abgeschlossen. SIGNON konnte hier einen Anteil an über 25.000 Teilnehmer stellen und somit anhand von 48 Basisfragen zur Sicherheit die Evaluierung der EUAR unterstützen. Mit der Phase 2 ist zudem eine breitere Befragung im Eisenbahnsektor vorgesehen.

ETCS Seminare

Das European Train Control System (ETCS) ist ein wesentlicher Bestandteil zur Erreichung der technischen Interoperabilität. Die bestehenden Zugbeeinflussungssysteme in Europa und weiteren Ländern sollen und werden bereits von ETCS abgelöst. Das Thema ETCS rückt somit mehr und mehr in den Fokus von Eisenbahnprojekten. Sei es die Ausrüstung von Fahrzeugen oder auch die Migration der vorhandenen Infrastruktur.


SIGNON unterstützt bereits langjährig das Haus der Technik in der Wissensvermittlung auf diesem Gebiet. In diesem Jahr sind folgende Veranstaltungen in Kooperation mit dem Haus der Technik geplant:

  • Einführung in ETCS, Berlin, 25.-26.10.2021
  • ETCS – von der Projektierung bis zur Inbetriebnahme, Berlin, 27.10.2021

Die Zielstellung im zweitägigen Einführungsseminar besteht darin, den rechtlichen Hintergrund, die Systemarchitektur, die Funktionsweise und die Sprache von ETCS kennen zu lernen. Dabei werden auch die einzelnen Systemkomponenten näher betrachtet. Anforderungen an die Datenübertragung mittels Funk (derzeit GSM-R und zukünftig FRMCS) und an die sichere Auslegung des Systems werden ebenfalls behandelt.


Das Seminar „ETCS – von der Projektierung bis zu Inbetriebnahme“ wurde erstmalig 2017 durchgeführt. Hierbei werden insbesondere mit dem Fokus auf ETCS-L2-Streckenausrüstungen und Ausrüstungen mit ETCS signalgeführt (ESG) die Schritte von der ersten Anforderungsdefinition über die Planung und Projektierung bis zum Bau und der anschließenden Abnahme/Inbetriebnahme beleuchtet. Grundlagen von ETCS werden als Einstieg in die Thematik kurz behandelt.


Für die Seminare erhalten Sie weitere Informationen beim Haus der Technik unter:

Neuer Schub für die Digitale Schiene Deutschland: DB holt 230 Fachexpert:innen ins Infrastrukturteam

DB Netz AG übernimmt Tochtergesellschaft der TÜV SÜD AG • Spezialist:innen beschleunigen zusätzlich Projekte für Digitale Stellwerke und Europäisches Zugbeeinflussungssystem ETCS

Die Digitale Schiene Deutschland bekommt mit 230 neuen Technik- und Planungsexpert:innen jetzt noch mehr Rückenwind: Die Deutsche Bahn (DB) holt alle Mitarbeitenden der SIGNON Deutschland GmbH, einer Tochtergesellschaft der TÜV SÜD AG, ins Team der Infrastruktur. Mit den zusätzlichen Fachkräften sollen der Bau Digitaler Stellwerke sowie die Streckenausrüstung mit ETCS weiter beschleunigt werden.

Die Mitarbeitenden von SIGNON haben in den vergangenen Jahren bereits in einer Vielzahl von Projekten für die Deutsche Bahn erfolgreich geplant und unterstützt. Die Ingenieur:innen, Software-Entwickler:innen, Planer:innen, Werkstudent:innen sowie Vertriebs- und Verwaltungsangestellten setzen ihre Arbeit seit dem 1. April nahtlos bei der DB Netz AG fort. SIGNON bleibt unter dem Dach der DB Netz AG als 100-prozentige Tochtergesellschaft weiter bestehen.

Die SIGNON Deutschland GmbH bietet seit 1993 Consulting- und Engineering-Leistungen im Verkehrssektor an. Der Fokus der Gesellschaft liegt auf der Planung von Bahnsystemen und Engineering im Bereich der Leit- und Sicherungstechnik.

Weitere Informationen unter www.digitale-schiene-deutschland.de sowie www.deutschebahn.com/investitionen2021.

SIGNON prüft im Auftrag der Bahn die Strecke Rostock – Berlin mit Lasertechnik

Die Deutsche Bahn rüstet zur technischen Harmonisierung im europäischen Schienenverkehr die wichtigsten Korridore mit dem European Train Control System (ETCS) aus. Bestehende Zugsicherungssysteme, welche sich zum Teil hinsichtlich ihrer Funktionalität sehr stark unterscheiden, werden somit durch ein in Europa einheitliches System abgelöst.

Bis zum Jahr 2026 sollen im Rahmen der Streckenertüchtigung Rostock – Berlin ca. 180 Streckenkilometer und 11 Bahnübergänge mit ETCS Technik ausgerüstet werden. Dafür werden im gesamten Abschnitt etwa 1600 sogenannte Balisen im Gleisfeld verbaut. Das sind technische Einrichtungen im Eisenbahngleis, die den Standort des Schienenfahrzeuges eindeutig beschreiben und so eine sichere Nutzung der Infrastruktur ermöglichen. Derzeit beginnen die dazu erforderlichen Ausführungsplanungen. Hierfür beauftragte die Bahn SIGNON.

ETCS ist deutlich komplexer als die meisten konventionellen Systeme. Das hohe Maß an Funktionalität erfordert gleichzeitig eine viel größere Menge an Daten, die im laufenden Betrieb zwischen den Streckeneinrichtungen und den Fahrzeugen übertragen werden. Dadurch ergibt sich nicht nur ein hoher Planungs- und Projektierungsaufwand, sondern insbesondere auch ein steigender Aufwand bei der Inbetriebsetzung und Streckenendabnahme.

Zur Optimierung der Planungsphase nutzen unsere Kollegen unser Mobile Mapping System SATengine, das eine schnelle Aufnahme der benötigten Plandaten, wie Gleistopologie und Signalstandorte, ermöglicht.

Während einer Befahrung der Strecke von Berlin nach Rostock am vergangenen Freitag haben wir die Umgebung von der Lok aus mit mehreren Kameras und einem Laserscanner erfasst. Die Aufnahme erfolgt dabei im Rahmen einer Zugfahrt mit bis zu 120 km/h ohne Beeinträchtigung des laufenden Betriebs.

Im Ergebnis ist es den Planern möglich, anhand der georeferenzierten Video- und 3D-Daten die Planung zu erstellen. Dabei können in den Daten z.B. Balisenstandorte ausgemessen und auf Realisierbarkeit überprüft werden. Bereits im Planungsstadium können so potenzielle Einbauorte detailliert geprüft und festgelegt werden.

Damit ist es möglich zahlreiche Ortsbegehungen und manuelle Messungen im Gleisbereich zu vermeiden. Planungs- und Projektierungsaufwand werden dadurch reduziert und die Effizienz des Verfahrens durch eine automatisierte Prüfung der Streckeneinrichtung erhöht. Damit wird nämlich auch der Abgleich der Planung mit der Realisierung und der Aufwand der Streckenabnahme wesentlich vereinfacht.

Im Rahmen der späteren Realisierung setzen wir unser satellitengestütztes Prüftool SATvalid zur Optimierung und effizienten Validierung von ETCS-Streckeneinrichtungen ein. Mittels einer Referenzmessung prüft das Tool auf diese Weise auch die korrekte Implementierung im Gleis automatisiert.