SIGNON prüft im Auftrag der Bahn die Strecke Rostock – Berlin mit Lasertechnik

Die Deutsche Bahn rüstet zur technischen Harmonisierung im europäischen Schienenverkehr die wichtigsten Korridore mit dem European Train Control System (ETCS) aus. Bestehende Zugsicherungssysteme, welche sich zum Teil hinsichtlich ihrer Funktionalität sehr stark unterscheiden, werden somit durch ein in Europa einheitliches System abgelöst.

Bis zum Jahr 2026 sollen im Rahmen der Streckenertüchtigung Rostock – Berlin ca. 180 Streckenkilometer und 11 Bahnübergänge mit ETCS Technik ausgerüstet werden. Dafür werden im gesamten Abschnitt etwa 1600 sogenannte Balisen im Gleisfeld verbaut. Das sind technische Einrichtungen im Eisenbahngleis, die den Standort des Schienenfahrzeuges eindeutig beschreiben und so eine sichere Nutzung der Infrastruktur ermöglichen. Derzeit beginnen die dazu erforderlichen Ausführungsplanungen. Hierfür beauftragte die Bahn SIGNON.

ETCS ist deutlich komplexer als die meisten konventionellen Systeme. Das hohe Maß an Funktionalität erfordert gleichzeitig eine viel größere Menge an Daten, die im laufenden Betrieb zwischen den Streckeneinrichtungen und den Fahrzeugen übertragen werden. Dadurch ergibt sich nicht nur ein hoher Planungs- und Projektierungsaufwand, sondern insbesondere auch ein steigender Aufwand bei der Inbetriebsetzung und Streckenendabnahme.

Zur Optimierung der Planungsphase nutzen unsere Kollegen unser Mobile Mapping System SATengine, das eine schnelle Aufnahme der benötigten Plandaten, wie Gleistopologie und Signalstandorte, ermöglicht.

Während einer Befahrung der Strecke von Berlin nach Rostock am vergangenen Freitag haben wir die Umgebung von der Lok aus mit mehreren Kameras und einem Laserscanner erfasst. Die Aufnahme erfolgt dabei im Rahmen einer Zugfahrt mit bis zu 120 km/h ohne Beeinträchtigung des laufenden Betriebs.

Im Ergebnis ist es den Planern möglich, anhand der georeferenzierten Video- und 3D-Daten die Planung zu erstellen. Dabei können in den Daten z.B. Balisenstandorte ausgemessen und auf Realisierbarkeit überprüft werden. Bereits im Planungsstadium können so potenzielle Einbauorte detailliert geprüft und festgelegt werden.

Damit ist es möglich zahlreiche Ortsbegehungen und manuelle Messungen im Gleisbereich zu vermeiden. Planungs- und Projektierungsaufwand werden dadurch reduziert und die Effizienz des Verfahrens durch eine automatisierte Prüfung der Streckeneinrichtung erhöht. Damit wird nämlich auch der Abgleich der Planung mit der Realisierung und der Aufwand der Streckenabnahme wesentlich vereinfacht.

Im Rahmen der späteren Realisierung setzen wir unser satellitengestütztes Prüftool SATvalid zur Optimierung und effizienten Validierung von ETCS-Streckeneinrichtungen ein. Mittels einer Referenzmessung prüft das Tool auf diese Weise auch die korrekte Implementierung im Gleis automatisiert.

Neuer Fachartikel mit dem Titel “Landesweite Erfassung und Verifikation von Infrastrukturdaten für das norwegische ERTMS-Projekt”

3 unserer Kollegen haben zusammen mit der Bane NOR in der Signal+Draht Fachzeitschrift einen Artikel veröffentlicht. Darin beschreiben die Autoren, wie sie mit Hilfe von SIGNON SATengine die Infrastrukturdaten effizient und digital erfasst haben, um die nötige Datenbasis für die Erneuerung der Signaltechnik in ganz Norwegen sicherzustellen. Den Fachartikel finden Sie in unserem Downloadbereich.

ETCS Seminare

Das European Train Control System (ETCS) ist ein wesentlicher Bestandteil zur Erreichung der technischen Interoperabilität. Die bestehenden Zugbeeinflussungssysteme in Europa und weiteren Ländern sollen und werden bereits von ETCS abgelöst. Das Thema ETCS rückt somit mehr und mehr in den Fokus von Eisenbahnprojekten. Sei es die Ausrüstung von Fahrzeugen oder auch die Migration der vorhandenen Infrastruktur.


SIGNON unterstützt bereits langjährig das Haus der Technik in der Wissensvermittlung auf diesem Gebiet. In diesem Jahr sind folgende Veranstaltungen in Kooperation mit dem Haus der Technik geplant:

  • Einführung in ETCS, Berlin, 01.-02.12.2020
  • ETCS – von der Projektierung bis zur Inbetriebnahme, Berlin, 03.12.2020

Die Zielstellung im zweitägigen Einführungsseminar besteht darin, den rechtlichen Hintergrund, die Systemarchitektur, die Funktionsweise und die Sprache von ETCS kennen zu lernen. Dabei werden auch die einzelnen Systemkomponenten näher betrachtet. Anforderungen an die Datenübertragung mittels Funk (derzeit GSM-R und zukünftig FRMCS) und an die sichere Auslegung des Systems werden ebenfalls behandelt.


Das Seminar „ETCS – von der Projektierung bis zu Inbetriebnahme“ wurde erstmalig 2017 durchgeführt. Hierbei werden insbesondere mit dem Fokus auf ETCS-L2-Streckenausrüstungen und Ausrüstungen mit ETCS signalgeführt (ESG) die Schritte von der ersten Anforderungsdefinition über die Planung und Projektierung bis zum Bau und der anschließenden Abnahme/Inbetriebnahme beleuchtet. Grundlagen von ETCS werden als Einstieg in die Thematik kurz behandelt.


Für die Seminare erhalten Sie weitere Informationen beim Haus der Technik unter:

SIGNON stellt Schutzausrüstung für Corona-Helfer her

Wir als Unternehmen leisten unseren Beitrag zur Krisenbewältigung, indem wir unsere Mitarbeiter durch die Möglichkeit des mobilen Arbeitens schützen.

Wir freuen uns aber auch, einen aktiven Beitrag zum Schutz medizinischen Personals geleistet zu haben.
Unser Mitarbeiter Erik Stiegemann, der sein Masterstudium an der TU Berlin absolviert, hatte zu Beginn der Corona-Krise eine grandiose Idee.
Er nutzte unseren 3D-Drucker, um Bestandteile für Faceshields zu fertigen.
Damit unterstützen wir die Initiative Maker vs. Virus, die die fertigen Masken an Krankenhäuser & Co. verteilen.

SIGNON sendet Ostergrüße

Liebe Kunden, Liebe Partner,

unsere Kollegen sehen aus, als ob sie noch nie anders gearbeitet hätten. Unsere Experten sind auch im mobilen Arbeiten weiterhin fleißig.
Nun gönnen aber auch wir uns eine kleine Pause und tanken neue Energie während den Feiertagen!

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien frohe Ostern – bleiben Sie gesund und heiter!

Ihr SIGNON-Team